Zyxel Support IPTV - Netzwerktipps zu IPTV

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Verteilung von IPTV-Daten über das Internet Group Management Protocol

IPTV stellt besondere Anforderungen an die verwendete Hardware. Das Internet Group Management Protocol (IGMP) sorgt für eine effiziente Verteilung von IPTV-Datenpaketen. Spezielle Grouping Notifications steuern den Multicast-Stream, so dass jede beteiligte Netzwerkkomponente vom Provider bis zur STB (Set Top Box) weiß, welche Ports die Daten des ausgewählten Kanals benötigen. Wird ein TV-Stream von mehreren Ports angefordert, werden die Datenpakete am entsprechenden Knoten nach Bedarf dupliziert. Dadurch muss der Anbieter die Daten nicht für jede STB einzeln senden, was eine enorme Datenmenge verursachen würde, sondern die Daten werden auf dem Weg zu den Boxen vervielfacht.

 

Zyxel-Produkte, die IGMP unterstützen

Router

  • Serien SBG3300 / SBG3500 / SBG3600
  • VMG8924
  • P-870H / P-870HN
  • FMG3024 / FMG3025

Aktuelle IPTV-Angebote erfordern mindestens IGMP v2. Alle Zyxel VDSL-Router unterstützen IGMP v2, einige erfordern jedoch eine Anpassung der Konfiguration.

Firewall

  • ZyWALL 110/310/1100
  • USG40 / 60/110/210/310/1100/1900

Für den IPTV-Einsatz muss IGMP konfiguriert werden

Schalter

  • GS1900 / GS1910 / GS1920 Reihe
  • GS2200 / GS2210 Serie

Für den IPTV-Einsatz muss IGMP konfiguriert werden

Drahtlose Brücke

  • WAP5605

Powerline

  • PLA5205 / PLA5215

 

Switches mit IGMP-Unterstützung

Werden im lokalen Netzwerk zusätzliche Switches eingesetzt, müssen diese ebenfalls IGMP unterstützen. Einfache, nicht konfigurierbare Switches verteilen die Multicast-Daten mangels Lernfähigkeit an alle Ports. Bei aktivem IGMP-Snooping lauscht ein zwischen Firewall und Set-Top-Box geschalteter Switch und erfährt, welche Ports die Multicast-Daten benötigen. Unverbundene Verbindungen werden von der unnötigen Übermittlung großer Datenmengen verschont. Andernfalls gehen die Access Points schnell unter, weil die unnötig verteilten Daten schnell die gesamte WLAN-Bandbreite auslasten.

 

Hinweise zu verschiedenen Provider-Routern

Swisscom Centro Piccolo & Grande

Die Router Centro Piccolo und Centro Grande von Swisscom ermöglichen IP-Weiterleitung. Damit können Sie hinter dem Router ein eigenes Netzwerk mit einer USG-Firewall aufbauen. Die Firewall erhält die öffentliche IP-Adresse des Centro-Routers über DHCP. Die TV-Set-Top-Box kann mit dieser Einstellung nur parallel zur alten USG-Firewall betrieben werden. Bei der USG110 - Vertreterin der NextGen-Serie - funktioniert der TV-Dienst auch hinter der Firewall. Alle Netzwerkkomponenten zwischen dem Provider-Router und der Set-Top-Box - auch die verwendeten Switches - müssen mindestens IGMPv2 unterstützen.

 

Werden die integrierten Telefonanschlüsse des Centro Piccolo und Centro Grande nicht genutzt, können die Router gegebenenfalls durch eine einfache VDSL-Bridge (z.B. einen Zyxel P870H im Bridge-Modus) ersetzt werden. Eine Next-Gen-Firewall mit aktivierter IGMP-Unterstützung übernimmt die Vermittlung zwischen der Multicast-Infrastruktur und der Set-Top-Box.

Swisscom Centro Business

Der Router Centro Business kann kein IP weiterleiten, bietet aber einen PPPoPass-Through. So konfiguriert, leitet der Router das PPPoE-Protokoll über den Port LAN1 weiter. Wenn die WAN-Schnittstelle mit LAN1 verbunden und für PPPoE eingerichtet ist, erhält die USG direkt die öffentliche IP-Adresse. IP-Telefonie und IPTV verbleiben auf dem Business-Router, während der Rest der Netzwerkinfrastruktur über die USG betrieben wird. Die öffentliche IP-Adresse am USG WANPort vereinfacht den Aufbau von VPNs und virtuellen Servern.

Swisscom Internet Box

Die Internet Box von Swisscom unterstützt keinen Bridge-Modus und keine IP-Weiterleitung. Eine DMZ-Funktion leitet alle Verbindungsanfragen aus dem Internet an die angegebene IP-Adresse im LAN weiter. Dennoch können VPN und Virtual-Server unter Berücksichtigung des doppelten NAT eingerichtet werden. Ein Ersatz der Internet-Box durch einen anderen Router ist aus Provisionierungsgründen laut Anbieter derzeit nicht vorgesehen.

Sunrise TV

Die Set-Top-Box von Sunrise TV benötigt für die Kontaktaufnahme mit der IPTV-Server-Infrastruktur unbedingt Provisionierungsdaten. Diese erhält sie nur in Kombination mit der vom Provider gelieferten Fritzbox. Für die Verteilung im lokalen Netz stehen die einfachen, web-managed Switches der Zyxel GS19xx-Serie, aber auch die voll-managebaren Switches der Zyxel GS22xx-Serie zur Verfügung.

 

Die Informationen im PDF-Anhang beziehen sich auf die IPTV-Lösung der Anbieter Sunrise und Swisscom, die auf IGMP v2 basieren. IPTV-Lösungen wie Zattoo, Wilmaa oder Teleboy nutzen normale Datenübertragungen. Sie sind nicht so effizient, stellen aber geringere Anforderungen an die technischen Voraussetzungen.

 

KB-00350

DISCLAIMER: 

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